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Ich studiere doch eigentlich gerne …

Posted in Allgemein

Ich bin ja eigentlich hauptberuflich Studentin. Dass heißt, das ich eigentlich die meiste Zeit für mein Studium aufbringen sollte, denn meine Ausbildung sollte das Wichtigste sein. Mein Job bei Dawanda sollte der Finanzierung dienen und der Blog eigentlich nur das Hobby. Ja, eigentlich

Ich hab eine recht lange Historie in Sachen Studium. Ich bin 26 und nein, ich habe noch immer keinen Bachelor. Ich habe viele Versuche gestartet, aber bisher hat es nicht für einen erfolgreichen Abschluss gereicht. Entweder weil ich nicht mehr wollte, aber auch, weil ich nicht mehr durfte.

Irgendwann muss man dem Rumexperimentieren aber auch ein Ende setzen und ich habe mir selbst letztes Jahr gesagt, entweder das wird es jetzt oder du lässt es dann sein. Was hart wäre, denn ich hab nie viel weiter gedacht. Ich wollte nur immer einen Abschluss an der Uni haben. Ja, so bescheuert wie das klingt, aber ich will meine Intelligenz in einem Studienabschluss bewiesen sehen. Ob ich mir sonst in dem Fall nicht vertraue? Ja, wahrscheinlich nicht. Ich brauche diesen Beweis. Allein für mich.

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Mittlerweile wird das mit dem Studieren nur immer schwieriger. Nach mehreren Jahren habe ich von dem System auch langsam die Schnauze voll. Viele Seminare sind geprägt von schlechten Vorträgen, Vorlesungen finden mehr für den Dozenten statt, als für die Studenten. Und auch die Studenten sitzen oft nur noch ihre Zeit ab und ja, ich mach es ehrlich gesagt nicht anders.

Vor allem im letzten Semester war es sehr krass. Wenn ich überhaupt da war, dann nur um meine Unterschrift zu setzten, nicht um etwas zu lernen. Vorbereitet war ich nie, nicht mal wirklich, wenn ich ein Referat halten musste. Meine Aufgaben habe ich immer kurz vorm Abgabetermin erledigt und meist auch nicht sehr gut. Der gesamte Ärger, der dann auch am Ende des Semesters mich auf Trab hielt, war nur damit zu begründen. Ja, ich bin selbst Schuld und der Spruch „wird schon“ hat sich eigentlich schon vor Jahren als nicht wahr bewiesen.

Nur, warum schreib ich das hier eigentlich? Viele sagen mir ja auch immer, dass ich es auch dann auch einfach sein lassen kann. Wenn es dir keinen Spaß macht, hör einfach auf. Niemand zwingt dich zum studieren. Weder meine Eltern, noch die Gesellschaft oder irgendjemand anderes.

Gleichzeitig wäre es aber auch total blöd, jetzt aufzuhören. Ich könnte wirklich in einem Jahr mein Bachelor machen. Das eine Jahr halte ich jetzt auch noch aus.

Ich-studiere-02

Aber was ich dabei selbst total vergessen habe, ist, dass mir Studieren eigentlich Spaß macht. Zwar ist es im Moment vor allem eine Belastung, es hält mich von dem ab, was ich eigentlich am liebsten den ganzen Tag machen will. Es klaut mir unglaublich viel Zeit, auch wegen den Fahrzeiten. Doch ich bin nicht nur ein sehr kreativer Typ. Klar, in meinem Kopf befinden sich eigentlich dauerhaft irgendwelche Bilder, Outfits oder irgendwelche anderen Ideen. Mein Tag wäre mehr als gefüllt, wenn ich all das umsetzten würde und mich darauf konzentrieren könnte. Langweilig wäre mir nicht. Und trotzdem bin ich auch der intellektueller Typ. In meinem Kopf befinden sich ganz abstrakte Gedanken, ich liebe es mich 4 Stunden (!!) lang mit meinem Freund bewusst zu machen, wie das Lernen bei Tieren funktionieren könnte. Das macht mir auch Spaß. (Fragt mich bloß nicht nach Karl Marx. 😀 )

Ich sollte mir das wirklich endlich mal wieder bewusst zu machen. Denn eigentlich habe ich im Moment die Möglichkeit ganz viele tolle Sachen zu machen. Lernen und kreativ sein. Es ist nebeneinander machbar (auch wenn ich mir dafür wohl Schlafzeit abziehen muss). Meine Uni ist keine Belastung, es ist nicht das kleinere Übel für einen Abschluss. Ich hab mir das so ausgesucht und nach den vielen Experimenten tatsächlich zwei Fächer, die mich sehr interessieren, gefunden. Warum also immer beklagen … Naja, mal gucken, was ich jetzt daraus lerne. 🙂

Ich werd dann mal weiter an mir arbeiten! 🙂

Bis bald und liebe Grüße,
Eure (voll kluge ^^) Svenja

PS: Es ist auch sehr bezeichnend, das der Blogbeitrag in einer Vorlesung entstanden ist … Nee nee

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2 Comments

  1. ilka
    ilka

    Hallo liebe Svenja,
    den Bericht hast du nett geschrieben… genieße einfach die Zeit, wie sie ist… wenn du dann erstmal Familie und Kinder hast, sieht die Welt auch wieder ganz anders aus…man hat dann kaum noch Zeit für spontane Dinge…dafür aber andere Herausforderungen.
    Aber weißt du was am Wichtigsten ist- Gesundheit …der Rest kommt dann von ganz allein. 🙂
    Ich bin auch oft am stöhnen, sage mir dann aber immer, dass ist jammern auf hohem Niveau.
    Alles wird gut, du mußt nur positiv denken. 😉

    Grüße aus dem süden Berlins,ilka

    31/07/2015
    |Reply
    • Hallo Ilka,
      danke für deine lieben Worte. Ja, ich jammere wirklich auf hohem Niveau. Ich vergesse wirklich immer, dass ich eigentlich im Moment die meisten Möglichkeiten habe. Ich muss mir das nur öfter wieder bewusst machen.
      Liebe Grüße, Svenja

      31/07/2015
      |Reply

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